Demenz: Ursachen im Überblick

Demenz: Ursachen Unterschiedliche Ursachen können eine Demenz auslösen.

Es gibt unterschiedliche Ursachen und Formen der Demenz. Etwa 80 Prozent der Demenzerkrankungen werden durch Krankheiten des Gehirns hervorgerufen, bei denen mit der Zeit Nervenzellen verloren gehen. Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang von neurodegenerativen Erkrankungen, zu denen auch die Alzheimer-Krankheit gehört.

Demenz – was passiert im Gehirn?

Bei Demenz kommt es auf verschiedenen Ebenen zu Veränderungen im Gehirn: Zum einen sterben Nervenzellen ab. Auf lange Sicht kann das dazu führen, dass das Gehirn um bis zu 20 Prozent schrumpft. Hinzu kommt, dass auch die Kommunikation zwischen den Nervenzellen gestört ist – eine reibungslose Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen ist so nicht mehr möglich.

Die genauen Krankheitsmechanismen, die den einzelnen Demenz-Formen zugrunde liegen, sind bis heute noch nicht vollständig erforscht.

Obwohl es bei den verschiedenen Demenzformen zu einem ähnlichen Symptom-Muster kommt, können sich die Leitsymptome und der Verlauf der Erkrankung stark unterscheiden. Das hängt damit zusammen, dass jeweils unterschiedliche Stellen des Gehirns in Mitleidenschaft gezogen werden, welche jeweils unterschiedliche Aufgaben (z. B. Problemlösung, Gedächtnis, Optische Wahrnehmung) erfüllen.

Demenz: Ursachen sind vielfältig

Es gibt zahlreiche Faktoren, die als Auslöser einer Demenz infrage kommen. In den meisten Fällen liegen neurodegenerative Erkrankungen und/oder Durchblutungsstörungen des Gehirns zugrunde. Zu den seltenen Ursachen für eine Demenz zählen zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen, Medikamente oder Vitaminmangelzustände.

Häufige Ursachen für Demenz

  • Neurodegenerative Erkrankungen
    z. B. Alzheimer-Krankheit, Lewy-Körperchen-Krankheit, Erkrankungen des Stirnhirns (Frontotemporale Degenerationen)
  • Erkrankungen der Blutgefäße des Gehirns.
    führen zur sogenannten vaskulären Demenz, die durch Durchblutungsstörungen im Gehirn gekennzeichnet ist.

Seltenere Ursachen für Demenz

  • Neurologische Erkrankungen (z. B. Parkinson)
  • Stoffwechselkrankheiten (z. B. Diabetes mellitus)
  • Schädel-Hirn-Verletzungen
  • Infektionen
  • Medikamente (z. B. Antidepressiva, Neuroleptika)
  • Tumore
  • Blutungen
  • Vitaminmangel
  • Hormonmangel
  • Abflussbehinderungen des Nervenwassers im Gehirn (Liquor)
Gut zu wissen: In höherem Alter steigt das Risiko für Demenz. Auch Bluthochdruck, Alkoholmissbrauch, Rauchen und Übergewicht zählen zu den Risikofaktoren.

Alzheimer: Ursachen

Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Demenzform und zählt zu den sogenannten neurodegenerativen Erkrankungen, bei denen es zu einem allmählichen Verlust von Nervenzellen kommt. In der Folge kommt es zu einem fortschreitenden Abbau von geistigen Fähigkeiten, die durch Sprachstörungen und oft auch durch Veränderungen im Sozialverhalten und der Persönlichkeit begleitet werden. Die genaue Ursache der Alzheimer-Krankheit ist bis heute noch nicht vollständig erforscht. Heute weiß man, dass es zu kleinsten Veränderungen im Gehirn kommt, die sich als Plaques und Fibrillen zeigen. Plaques sind Ablagerungen außerhalb der Nervenzellen, die aus dem Eiweiß beta-Amyloid bestehen. Fibrillen bestehend aus den sogenannten „Tau-Proteinen“, die sich innerhalb der Zellen fadenartig zusammenlagern. Ob Plaques und Fibrillen jedoch als Ursache oder Ergebnis der Alzheimer-Krankheit anzusehen sind, darüber streiten sich die Wissenschaftler noch.

Vaskuläre Demenz: Ursachen

Vaskuläre Demenzen sind die zweithäufigste Form. Sie entstehen infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn, die zum Beispiel durch eine Hirnblutung, Hirninfarkt (Blutgerinnsel, das ein Gefäß verstopft), Arterienverkalkung oder Bluthochdruck ausgelöst werden. Die Symptome treten im Gegensatz zur Alzheimer-Demenz meist plötzlich auf.

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