Demenz: Therapie im Überblick

Demenz: Therapie Die Demenz-Therapie setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen.

Was tun bei Demenz? Die Therapie umfasst in der Regel verschiedene Maßnahmen, die darauf abzielen, die Symptome und die Alltagsfähigkeiten zu verbessern oder zumindest zeitweise zu stabilisieren. Welche Therapieformen im Einzelfall geeignet sind, hängt unter anderem von der Ursache und vom Stadium der Erkrankung ab. Die meisten Formen der Demenz sind nicht heilbar. Durch eine geeignete und frühzeitige Behandlung lassen sich die Symptome jedoch oft hinauszögern und lindern. Häufig können Menschen mit Demenz länger selbständig leben, wenn ihre Krankheit rechtzeigt behandelt wird.

Demenz: Behandlung basiert auf drei Säulen

Im Rahmen der Demenz-Therapie können verschiedene Behandlungsbausteine zum Einsatz kommen. Falls der Demenz behebbare Ursachen zugrunde liegen, müssen diese behandelt werden. Neben bestimmten Medikamenten kommen dann auch Therapieformen wie die Ergotherapie oder das Gedächtnistraining infrage. Welche Therapiemaßnahmen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt unter anderem von der Art der Demenz, von bestehenden Symptomen und vom Stadium der Erkrankung ab.

Therapie bei Demenz

  • Behebbare Ursachen behandeln
  • Medikamente
  • Weitere Therapiebausteine

Behebbare Ursachen von Demenz behandeln

Zunächst ist es wichtig zu klären, ob der Demenz behebbare Ursachen wie etwa ein Vitaminmangel, eine Schilddrüsenunterfunktion, Infektionen des Gehirns, eine Depression oder eine Abflussbehinderungen des Nervenwassers (Liquor) zugrunde liegen. Ist das der Fall, müssen diese jeweils individuell behandelt werden.

Medikamentöse Therapie bei Demenz

Durch verschiedene Medikamente können zum einen Gedächtnis- und Denkstörungen und zum anderen auch Verhaltensauffälligkeiten oder psychische Probleme wie Depressionen behandelt werden.
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Eine Sonderstellung haben Präparate mit dem pflanzlichen Wirkstoff Ginkgo biloba: Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und werden speziell bei leichter bis mittelgradiger Alzheimer-Demenz oder vaskulärer Demenz angewendet und können insbesondere auch als Zusatztherapie sinnvoll sein.

Weitere Therapiebausteine

Auch nicht-medikamentöse Therapien haben einen wichtigen Stellenwert in der Demenz-Behandlung. So können zum Beispiel ein spezielles Hirnleistungstraining, Ergotherapie, Bewegung und Musiktherapie die geistige Leistungsfähigkeit und die Alltagskompetenzen fördern oder zum Wohlbefinden der Betroffenen beitragen. Auch Verhaltensstörungen können durch derartige Therapieansätze abgeschwächt werden.
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Alzheimer: Therapie im Überblick

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Auch sie wird durch eine Kombination verschiedener Therapiemaßnahmen behandelt, die zum Beispiel vom Stadium der Erkrankung und den individuellen Bedürfnissen abhängt. Anders als bei vielen anderen Demenzformen gibt es Medikamente, die speziell zur Alzheimer-Behandlung zugelassen sind. Vor allem im frühen und mittleren Stadium können sie die Symptome lindern und das Fortschreiten der Erkrankung verzögern. Weitere nicht-medikamentöse Therapiebausteine, die zum Beispiel die Hirnleistung verbessern oder alltagspraktische Fertigkeiten fördern können, spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle.

Vaskuläre Demenz: Therapie im Überblick

Die vaskuläre Demenz geht auf Durchblutungsstörungen im Gehirn bzw. viele kleine – oft unbemerkte – Schlaganfälle zurück. Die Therapie besteht daher im ersten Schritt darin, Faktoren, die eine Verschlimmerung verursachen können, in den Griff zu bekommen. Dazu müssen gefäßschädigende Risikofaktoren wie hoher Blutdruck und schlechte Blutzucker- und Blutfettwerte behandelt werden. Die bekannten Alzheimer-Medikamente sind zur Behandlung von vaskulären Demenzen nicht zugelassen. Im Einzelfall kann der Arzt allerdings ihren Einsatz erwägen. Weitere nicht-medikamentöse Therapiemaßnahmen können ebenfalls zum Einsatz kommen.

Auch bei den zahlreichen weiteren Demenzformen sind mitunter spezielle Behandlungsansätze erforderlich.

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