Demenz: Risikofaktoren

Demenz: Risikofaktoren Das Alter und die Gene sind wichtige Risikofaktoren.

Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt im höheren Alter stark an. Doch es gibt weitere Faktoren, die die Entwicklung der Erkrankung begünstigen können. Neben den Erbanlagen und dem weiblichen Geschlecht zählen zum Beispiel auch Bluthochdruck, Diabetes mellitus und eine geringe geistige Aktivität dazu.

Risikofaktoren im Überblick

Im Hinblick auf die heute bekannten Risikofaktoren für die Entwicklung einer Demenz muss man zwischen solchen unterscheiden, die nicht beeinflussbar sind (z. B. Alter, Geschlecht, Erbanlagen) und solchen, die sich beeinflussen lassen (z. B. Rauchen, Übergewicht).

Im höheren Lebensalter ist die Alzheimer-Krankheit die häufigste Ursache für Demenz. Bei den eher selteneren Fällen jüngerer Demenz-Patienten spielen zum Beispiel erbliche Nervenerkrankungen (z. B. Chorea Huntington), Infektionen (z. B. HIV) oder Nervenschädigungen durch Alkohol oder andere Substanzen eine Rolle.

  • Höheres Lebensalter
    Der größte Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz ist das Alter. In der zweiten Lebenshälfte steigt das Demenz-Risiko stark an: In der Gruppe der 65- bis 69-Jährigen sind noch weniger als zwei Prozent betroffen, während bei den über 90-Jährigen schon 35 Prozent an Demenz leiden.
  • Weibliches Geschlecht
    Über zwei Drittel aller Demenzkranken sind Frauen. Dies ist offenbar auf die längere Lebenserwartung von Frauen und hormonelle Faktoren zurückzuführen.
  • Erbanlagen
    Auch genetische Faktoren können die Entwicklung einer Demenz begünstigen. Sind Verwandte ersten Grades (Eltern, Geschwister, Kinder) betroffen, vervierfacht sich das Erkrankungsrisiko. Zusätzlich gibt es seltenere, erbliche Formen der Alzheimer-Krankheit, die dazu führen, dass die Alzheimer-Demenz schon im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auftritt und rasch fortschreitet.
  • Geringe geistige Aktivität und wenig Sozialkontakte
    Menschen mit leichten kognitiven (das Denken betreffende) Störungen und solche, die kaum Sozialkontakte pflegen, habe ein erhöhtes Demenz-Risiko.
  • Schädel-Hirn-Verletzungen
    Kopfverletzungen mit Hirn-Beteiligung sind als Risikofaktor für Demenz bekannt. Studien zufolge kommt es bei Betroffenen zu einer vermehrten Ablagerung bestimmter Proteine (Amyloidablagerungen), die auch als wichtiges Kennzeichen der Alzheimer-Erkrankung gelten.
  • Neurologische Erkrankungen
    Erkrankungen des Nervensystems wie zum Beispiel ein Schlaganfall, die Parkinson-Krankheit oder Chorea Huntington (erbliche Gehirnerkrankung) können das Demenz-Risiko erhöhen.
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
    Zu viel Alkohol kann nicht nur zu leichten Erinnerungsstörungen führen, sondern auch die Entwicklung einer Demenz begünstigen.
  • Vaskuläre (gefäßbezogene) Risikofaktoren und Erkrankungen
    Alle Faktoren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, steigern zusätzlich auch das Demenz-Risiko. Dazu zählen zum Beispiel Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, starkes Übergewicht und Rauchen.

Gut zu wissen: Die beeinflussbaren Risikofaktoren sind der Ansatzpunkt für vorbeugende Maßnahmen. Lesen Sie dazu auch unsere Tipps zur Vorbeugung von Demenz.
Das könnte Sie auch interessieren:
zurück nach oben
Disclaimer:
© 2016 DVGE Deutscher Verlag für Gesundheit und Ernährung GmbH. Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.behandeln.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf behandeln.de zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zum Datenschutz.
Besuchen Sie behandeln.de auch auf Google+.